Aussendung vom 24.11.2022

Künstliche Intelligenz: Mechatronik-Student für Elektroantrieb-Arbeit ausgezeichnet

Mechatronik-Studenten ausgezeichnet © B. Plank - imBILDE.at

v.l.n.r. Wolfgang Haindl, Leiter Studiengang Mechatronik & Mikrosystemtechnik; Samuel Ritter, beste MA-Arbeit; Christoph Aistleitner, beste BA-Arbeit; Markus Hochrainer, Leiter Kompetenzzentrum für Applied Mechatronics

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Eine besondere Ehre wurde dem FHWN-Studenten Christoph Aistleitner zuteil. Der 23-Jährige wurde von der Mechatronik Plattform Österreich für seine Arbeit zur Regelung eines Elektroantriebs mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ausgezeichnet. Die Fachjury wählte Aistleitners Bachelorarbeit zur besten des Jahres. Auch die Masterarbeit von Samuel Ritter wurde ausgezeichnet. Studierende der FH Wiener Neustadt konnten in den letzten Jahren schon mehrmals eine der begehrten Auszeichnungen ergattern.

Wiener Neustadt, 24. November – Elektromobilität ist mittlerweile in aller Munde, besonders seitdem sich die Folgen des Klimawandels immer stärker bemerkbar machen. Während der Wirkungsgrad eines Benzinmotors bei üblicher Fahrweise nur bei gut 20 Prozent liegt, kann der effektive Wirkungsgrad eines elektrischen Antriebssystems bei bis zu 70 Prozent liegen. FHWN-Student Christoph Aistleitner hat mit seiner Arbeit „Regelung einer PSM durch ein neuronales Netz“ die Fachjury überzeugt. Sein Ansatz verspricht nicht nur eine Steigerung des Wirkungsgrads, sondern auch eine Verbesserung der Zuverlässigkeit elektrischer Antriebe.

Elektroantriebe mit künstlicher Intelligenz

In seiner Arbeit entwickelte Aistleitner ein neuronales Netz (künstliche Intelligenz, KI) zur Regelung eines Elektroantriebs (PSM Permanenterregte Synchronmaschine). Für die Entwicklung eines passenden Reglerkonzepts zur Drehzahlregelung waren Fachkenntnisse aus den Bereichen elektrische Maschinen und Antriebe entscheidend, die er sich während seines Mechatronik-Studiums an der FH Wiener Neustadt aneignen konnte. So gelang es ihm, aus der Vielzahl an möglichen neuronalen Architekturen, die beste auszuwählen und das Modell für ein KI-gesteuertes Antriebssystem zu entwickeln. Die Leistungsfähigkeit und Effizienz der vorgestellten Lösung beruht dabei auf automatisiertem und datenbasiertem Training des Gesamtsystems.

Diese Arbeit zeigt eindrucksvoll, dass trotz der Universalität von Machine Learning und KI-Methoden, fachspezifisches Wissen unerlässlich ist um Herausforderungen des Ingenieurwesens mit Hilfe von KI erfolgreich zu bewältigen. „Die laufende Integration von neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Entwicklung in unsere Studienpläne garantieren unseren Absolventen und Absolventinnen zukunftsorientierte Aufgabenstellungen für Ihre wissenschaftlichen Arbeiten und damit auch einen optimalen Einstieg in die High Tech Industrie“, so Wolfgang Haindl, Leiter des Studiengangs Mechatronik & Mikrosystemtechnik.

Active Discharge Circuit – Komponente für die Sicherheit in der Elektromobilität

Heuer wurde für die Auswahl der besten Masterarbeit der Modus geringfügig angepasst. Statt nur eine Arbeit auszuzeichen, wurde in diesem Jahr jeweils die beste Masterarbeit innerhalb jeder teilnehmenden FH prämiert. Für die FH Wiener Neustadt konnte Samuel Ritter mit seiner Arbeit „Optimierung des Active Discharge Konzepts eines Automotive – Inverters“ die Fachjury der Mechatronik Plattform überzeugen. Die Arbeit beschäftigt sich mit einer ganz wesentlichen Systemkomponente für die Sicherheit in der Elektromobilität, nämlich einer aktiven Entladeschaltung (Active Discharge Circuit). Ziel war eine verbesserte Realisierung für das Herstellen eines sicheren (Spannungs- bzw. Lade-) Zustandes am Zwischenkreiskondensator eines Automobilinverters.

„Ich freue mich natürlich sehr über die erneute Anerkennung der Aktualität und Qualität unserer Ausbildung durch die Mechatronik Plattform und gratuliere beiden Preisträgern und deren Betreuern“, so Haindl.

Über die Mechatronik Plattform Österreich

Die Mechatronik Plattform Österreich ist ein Zusammenschluss von neun Fachhochschul-Studiengängen rund um Mechatronik, Automatisierungstechnik und Robotik. Ziele dieser akademischen Vereinigung sind, die Interessen der österreichischen Mechatronik-Szene zu vertreten, den Wissenstransfer hochschulübergreifend zu fördern und die Qualität in der Ausbildung kontinuierlich zu verbessern.

Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an den fünf Standorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit rund 100 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Eröffnung des Innovation Labs in Wiener Neustadt und die Implementierung des Instituts für Nachhaltigkeit wesentliche Meilensteine im Ausbau der FHWN sowie des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.

fhwn.ac.at

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