Aussendung vom 05.03.2026
Wiener Neustadt, 5. März 2026 – Neugier, Expertise und der Wille, Zukunft zu gestalten, verbinden drei Frauen, die an der FH Wiener Neustadt Forschung, Lehre und Innovation maßgeblich mitgestalten. Eine davon ist Milica Krunic, Leiterin des Masterstudiengangs Bio Data Science am Biotech Campus Tulln. Schon früh wollte sie verstehen, „wie die Natur funktioniert und warum sie manchmal aus dem Gleichgewicht gerät, etwa bei Krankheiten.“ Besonders reizt sie dabei die quantitative Analyse komplexer biologischer Prozesse mittels Datenanalyse und Bioinformatik.
Als Studiengangsleiterin motiviert sie vor allem die Entwicklung ihrer Studierenden. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie sie zu Beginn ihres Studiums starten und welche fachliche Tiefe und Expertise sie bis zur Verteidigung ihrer Masterarbeit erreichen.“ Dass Absolventinnen und Absolventen erfolgreich in den Beruf starten, zeigt laut Krunic, dass ihre Ausbildung greift und Wirkung zeigt. Fachliche Kompetenz und Führungsstärke seien dabei keine Frage des Geschlechts.
Entscheidend seien gleiche Rahmenbedingungen für alle – unabhängig vom Geschlecht. In ihrem Studiengang ist der Anteil an Studentinnen inzwischen höher als jener der Studenten – ein Zeichen dafür, dass sich Interesse und Beteiligung zwischen den Geschlechtern zunehmend angleichen. Interdisziplinäre und angewandte technische Forschungsfelder würden bewusst als attraktive Karriereoptionen für Frauen wahrgenommen. Gleichzeitig brauche es in höheren Karrierestufen transparente Strukturen, damit Frauen in Naturwissenschaft und Technik auch langfristig führen und gestalten.
„Wissenschaft ist für mich aktive Zukunftsgestaltung“
Zwischen Aromen, Texturen und sensorischen Feinheiten geht Kathrin Heim am Campus Wieselburg wissenschaftlichen Fragen im Bereich Lebensmittelwissenschaften auf den Grund. „Mein Weg in die Wissenschaft war kein vorgezeichneter.“ Angetrieben hat sie vor allem ihre ausgeprägte Neugier – etwa die Frage, warum nicht jede Milch gleich schmeckt, worin sich Sorten von Gemüse und Früchten unterscheiden und weshalb sich Menschen in ihren Vorlieben unterscheiden.
Besonders erfüllt sie die Verbindung von Forschung und Lehre: „Als Forscherin an einer Hochschule kann ich nicht nur meinen eigenen Wissensdrang stillen, sondern meine Erkenntnisse auch mit Studierenden diskutieren. Wissenschaft ist für mich aktive Zukunftsgestaltung und daran habe ich große Freude.“
Als Frau in der Forschung zu arbeiten, bedeute für Heim, Verantwortung zu übernehmen, sichtbar zu sein und die eigene fachliche Expertise selbstbewusst einzubringen. Ihr berufliches Umfeld erlebt sie als professionell und wertschätzend. Gleichzeitig sei ihr bewusst, dass diese Selbstverständlichkeit nicht überall gegeben ist. Umso wichtiger sei es, dass Frauen präsent sind, auf ihre Fähigkeiten vertrauen und ihre Perspektiven aktiv einbringen, denn Wissenschaft lebe von unterschiedlichen Blickwinkeln.
„Dieses Vertrauen hat mich sehr bestärkt“
Kristina Schweiger studiert im Bachelorstudiengang Robotik & Künstliche Intelligenz an der FH Wiener Neustadt. Ihr Interesse für Technik entwickelte sich bereits während ihrer Ausbildung an der HTL im Bereich Elektrotechnik, wo sie erstmals intensiver mit Robotik in Berührung kam. Die Faszination war sofort da und bestätigte ihren Wunsch, dieses Feld weiter zu vertiefen.
Heute profitiert sie besonders vom Praxisbezug ihres Studiums: „Vor allem im Praktikum für meine Bachelorarbeit merke ich, dass ich vieles direkt anwenden kann, was ich im Studium gelernt habe.“ Zudem sei sie durch das Studium deutlich selbstbewusster geworden.
Direkte weibliche Vorbilder im technischen Umfeld hatte sie nicht, doch das Vertrauen ihres Umfelds bestärkte sie: „Alle waren überzeugt, dass ich das schaffen kann. Dieses Vertrauen hat mich schon sehr in meiner Entscheidung bestärkt.“