Aussendung vom 13.10.2026

Wirksam statt immer mehr: Was moderne Führung braucht

FHWN beim Arbeitgeber:innenforum 2026 © FHWN

(v.l.n.r.) HR-Manager Philip Jakubec, HR-Managerin Elisa Köck, Personalleiterin Alexandra Zimmermann und FHWN-Geschäftsführerin Violeta Kaličanin

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Die Arbeitswelt verändert sich und damit auch die Anforderungen an Führung. Beim Arbeitgeber:innenforum 2026 der Wirtschaftskammer Niederösterreich sprach Alexandra Zimmermann, Leiterin der Personalabteilung der FH Wiener Neustadt, darüber, warum es gerade unter Druck klare Orientierung, Vertrauen und ausreichend Handlungsspielraum braucht.


Wiener Neustadt, 13. Oktober 2026 – Künstliche Intelligenz, demografischer Wandel und neue Erwartungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellen Unternehmen und Führungskräfte vor vielfältige Herausforderungen. Wenn der Druck steigt, liegt es nahe, mit noch mehr Aktivität darauf zu reagieren. Für Alexandra Zimmermann, HR-Leiterin der FH Wiener Neustadt, ist jedoch nicht entscheidend, wie viel getan wird, sondern welche Wirkung damit erzielt wird.

„Unter Druck besteht die Gefahr, Aktivität mit Wirksamkeit zu verwechseln. Eine wichtige Aufgabe von Führung ist es deshalb, Orientierung zu geben: Was ist jetzt wirklich wichtig, was hat Priorität und was machen wir ganz bewusst nicht?“, so Zimmermann.

Orientierung statt Kontrolle

Auch das Verständnis von Führung verändert sich. Angesichts zunehmender Spezialisierung und rascher technologischer Entwicklungen geht es für Führungskräfte stärker darum, die Kompetenzen und unterschiedlichen Perspektiven im Team zu nutzen. Dafür brauche es Rahmenbedingungen, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verantwortung übernehmen und eigene Lösungswege entwickeln können.

Gerade in unsicheren Zeiten sei das besonders wichtig: „Wenn der Druck steigt, greifen wir schnell wieder stärker auf Kontrolle zurück. Dabei braucht es gerade dann klare Orientierung und gleichzeitig Handlungsspielraum. Gute Führung zeigt sich für mich auch darin, wie gut es gelingt, andere Menschen wirksam werden zu lassen“, erklärt Zimmermann.

Dazu gehöre auch, Unsicherheit auszuhalten. Führung bedeute nicht, jede Entwicklung vorhersagen oder auf jede Frage sofort eine Antwort geben zu können. Entscheidend sei vielmehr, transparent zu machen, was bereits klar ist, wo noch offene Fragen bestehen und woran Entscheidungen ausgerichtet werden. Dabei seien Glaubwürdigkeit, Lernbereitschaft und ein klarer Werte- und Zielrahmen zentrale Voraussetzungen.

Impulse für Arbeitgeber in der Region

Beim Arbeitgeber:innenforum 2026 in Bad Fischau-Brunn brachte Zimmermann diese Perspektive in die Expertinnen- und Expertenrunde „Führung unter Druck: Was jetzt wirklich zählt“ ein. Unter dem Motto „Arbeit. Markt. Zukunft.“ standen aktuelle Herausforderungen für Arbeitgeber und Führungskräfte im Mittelpunkt.

Für die FH Wiener Neustadt ist die Frage nach wirksamer Führung eng mit ihrer Rolle als Arbeitgeber für mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten und als Hochschule in der Region verbunden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Verantwortung übernehmen, sich weiterentwickeln und ihr Arbeitsumfeld aktiv mitgestalten können.

Mit Weiterbildung, Kooperationen, angewandter Forschung und dem Zugang zu qualifizierten Nachwuchskräften verbindet die FH Wiener Neustadt dabei interne Entwicklung mit ihrer Wirkung nach außen. Unternehmen in der Region profitieren ebenso vom Wissenstransfer wie Studierende und Beschäftigte von der engen Verbindung zwischen Hochschule und Praxis.


 Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an drei Standorten und sieben unterschiedlichen Studienorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 5.000 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit 90 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Ein Ort, der Digitalisierung & Landwirtschaft optimal vereint ist der Campus Francisco Josephinum in Wieselburg, wo der in Österreich einzigartige Bachelor-Studiengang Agrartechnologie & Digital Farming angeboten wird. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. 

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