Aussendung vom 28.05.2020

Von Studierenden für Studierende: Interventionen zur psychosozialen Gesundheit an der FH Wiener Neustadt

Von Studierenden für Studierende: Interventionen zur psychosozialen Gesundheit an der FH Wiener Neustadt

Von Studierenden für Studierende: Interventionen zur psychosozialen Gesundheit an der FH Wiener Neustadt

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Die aktuelle Situation bringt für viele Menschen große neue Herausforderungen – so auch für viele Studierende. Einschränkungen in vielen Bereichen des privaten Lebens gehen oft mit ausbleibendem Einkommen, stark reduzierten sozialen Kontakten und Angst vor einer ungewissen Zukunft einher. Daher wurde an der Fachhochschule Wiener Neustadt eine Online-Intervention zur psychosozialen Gesundheit von Studierenden gestartet.

Wiener Neustadt, 29. Mai 2020 – In Gemeinden, Wohnhäusern und Vereinen herrscht seit Wochen und Monaten ein Credo vor: Einander helfen, andere unterstützen, für andere da sein. Genau aus dieser Motivation heraus haben Georg Gappmayer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Wiener Neustadt, gemeinsam mit acht Studierenden im Bachelor-Studiengang „Ergotherapie“ bereits Ende März eine Online-Intervention für Studierende gestartet, bei der zwei Mal in der Woche für eine Stunde die psychosoziale Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vordergrund steht: Mind-Sharing Gruppen.

Das Konzept dahinter ist gleichsam einfach wie effektiv: Jede Person teilt im Online-Gespräch drei Minuten lang, was gerade in ihr vorgeht, mit der Gruppe. Jede Gruppe wird dabei von einem der acht Studierenden moderiert. Dabei werden keinerlei Ratschläge von anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erteilt, es erfolgt auch keine moralische Bewertung des Gesagten. Den Gruppenmitgliedern kommt vielmehr die Aufgabe zu, aktiv zuzuhören und einfach da zu sein.

„Die Corona Pandemie ist auch eine Pandemie der Angst. Eine Angst vor der Ungewissheit, die besser aushaltbar ist, wenn die eigene emotionale Belastung geteilt werden kann. Das Geheimnis dabei ist zuhören, ohne etwas lösen zu müssen“, meint Gappmayer.

Zusammengehörigkeitsgefühl und wissenschaftliche Forschung

Neben der Möglichkeit, die eigenen Gefühle aussprechen zu können und mit anderen zu teilen, merken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Online-Gesprächstermine auch, dass sie mit der Situation rund um Corona nicht alleine sind und können aus den Erfahrungen und Problemlösungsstrategien anderer Studierender lernen.

Eine Studentin meint: „Mind-Sharing bestärkte mich, die Situation, meine Emotionen und Gedanken wahrzunehmen, anstatt sie zu verdrängen. Das Teilen und Zuhören inspirierten und berührten mich, sowie es mir half die letzten Wochen besser zu akzeptieren.“

Doch auch im wissenschaftlichen Sinn soll das Projekt langfristig von Nutzen sein – Georg Gappmayer und die acht Studierenden, die nach wie vor mehrere Gruppen leiten, planen aktuell einen Fachartikel zu dem Thema. Darin soll nicht nur der Ablauf der Intervention und die Erfahrungen näher beschrieben, sondern auch Empfehlungen für künftige Veranstaltungen dieser Art herausgearbeitet werden.

Die Fachhochschule Wiener Neustadt.
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an den vier Standorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln und Wien insgesamt 37 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.000 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. 440 MitarbeiterInnen und rund 1.330 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Im Herbst 2018 hat die FH Wiener Neustadt – mit Agrartechnologie (BA), Robotik (BA) wie auch Bio Data Science (MA) – ihr MINT-Ausbildungsportfolio erweitert. Die FH Wiener Neustadt hat ein eigenes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit rund 95 Partnerhochschulen weltweit. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Gründung des City Campus im Herzen von Wiener Neustadt sowie die Erweiterung des Marketing Campus Wieselburg wesentliche Meilensteine im Ausbau des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.


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