Aussendung vom 25.03.2022

Über Wut, Freundschaft und Nachhaltigkeit: Florian Klenk in der Bibliothek im Zentrum

Über Wut, Freundschaft und Nachhaltigkeit: Florian Klenk in der Bibliothek im Zentrum © Verlag Zsolnay

"Bauer und Bobo", ein Bestseller der besonderen Art zum Thema Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft

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Wie die Beschäftigung mit dem Klimawandel aus Feinden Freunde machen kann und wo Wirtschafts- und Umweltpolitik fehlgreifen, davon erzählt Falter-Chefredakteur Florian Klenk am 1. April ab 19 Uhr bei einer Lesung aus seinem Bestseller „Bauer und Bobo“ in der Wiener Neustädter Bibliothek im Zentrum (BiZ). Das gemeinsame Experteninterview mit Karin Dobernig, der Leiterin des Instituts für Nachhaltigkeit an der Fachhochschule Wiener Neustadt, gewährt im Anschluss Einblicke in die publizistische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

Wiener Neustadt, 25. März 2022 – Kein Wunder, dass das Thema Nachhaltigkeit die Gemüter bewegt, ist es doch ein ebenso umfassendes wie flüchtiges Konzept, das Meinungsverschiedenheiten geradezu aufdrängt. Die Geschichte von Bergbauer Christian Bachler und Falter-Chefredakteur Florian Klenk zeugt genau davon – und beweist zugleich, dass selbst aus tiefen Gräben neue Perspektiven erwachsen können. Der unorthodoxe Bestseller „Bauer und Bobo“ zeigt eindrucksvoll, warum es sich manchmal lohnt, auf harte Gegenpositionen einzugehen. Anlässlich des Nachhaltigkeitsmonats März, den die BiZ gemeinsam mit der FH Wiener Neustadt ausgerufen hat, kommt Klenk zu einer Lesung und der anschließenden Expertendiskussion an den City Campus.

„Ich freue mich darauf, in dieser besonderen Bibliothek zu lesen, die das öffentliche und wissenschaftliche Zentrum der Stadt in gleicher Weise repräsentiert. Ich bin ebenso gespannt auf die anschließende Diskussionsrunde, in der wir viele Problemstellungen aber auch Lösungsansätze einer nachhaltigen Landwirtschaft und Agrarpolitik diskutieren werden“, so Klenk erwartungsvoll.

Dabei hatte es anfangs nicht nach einem Happy End ausgesehen. Wutentbrannt über die Äußerung Klenks zu Schadensersatzforderungen gegenüber einem Bauern, schickte Christian Bachler ein Video mit der Aufforderung zu einem Praktikum am Hof. Aus den daraus entstandenen Gesprächen über Agrarpolitik, Fleischindustrie, Klimawandel und Finanzsysteme entwickelte sich nicht nur eine grabenüberbrückende Freundschaft, sondern auch eine neue Sicht auf jene Strukturen, die weder den Tieren noch den Bauern oder der Umwelt guttun.

Wenn einzementierte Strukturen aufbrechen

Gemeinsam mit der Leiterin des Instituts für Nachhaltigkeit an der FHWN, Karin Dobernig, die sich in zahlreichen Publikationen intensiv mit nachhaltigem Konsumverhalten und Lebensmittelverschwendung auseinandersetzt, beantwortet die Ikone des heimischen Aufdeckungsjournalismus im Anschluss Fragen zu den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Kreislaufwirtschaft.

„Wir forschen nach Antworten darauf, wie sich Konsumpraktiken in einer Kreislaufwirtschaft verändern lassen, wie Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit strategisch und operativ verankert werden können und wie eine sozial-ökologische Transformation von Energiesystemen gelingen mag. Diesen Themen widmen wir uns in der Lehre ebenso wie im Zuge von Kooperations- und Forschungsprojekten,“ erklärt Dobernig.

Geleitet wird die Diskussion von einer ebenso renommierten Fachexpertin. Cornelia Schäfer ist Präsidentin des Niederösterreichischen P.E.N.- Clubs, der ältesten Autorenvereinigung Österreichs.

„Wir bringen hier die publizistische mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung der Themen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Konsum zusammen und teilen diese mit einer breiten Öffentlichkeit. Das ist es, was Bildung in diesem Bereich leisten kann“, freut sich Schäfer.

Die Teilnahme ist kostenlos, es gelten die Vorgaben der aktuellen COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung. Infos und Anmeldung unter veranstaltungen@bibliothekimzentrum.at sowie telefonisch via 05 04219.

Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an den fünf Standorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit rund 100 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Eröffnung des Innovation Labs in Wiener Neustadt und die Implementierung des Instituts für Nachhaltigkeit wesentliche Meilensteine im Ausbau der FHWN sowie des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.

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