Aussendung vom 23.07.2026

Mehr als ein guter Job: Was sinnstiftende Arbeit wirklich bedeutet

Sinnstiftende Arbeit © Pletterbauer

Was macht Arbeit wirklich bedeutsam und wie lässt sich Sinn im Beruf aktiv gestalten?

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Was macht Arbeit wirklich bedeutsam und wie lässt sich Sinn im Beruf aktiv gestalten? Expertinnen und Experten der Fachhochschule Wiener Neustadt geben Einblicke in die Forschung zu Meaningful Work und zeigen, warum dieses Thema für die Arbeitswelt der Zukunft immer relevanter wird.


Wiener Neustadt, 23. Juli 2026 – Die Frage nach dem Sinn in der Arbeit ist längst keine philosophische Randnotiz mehr. Sie ist in den Mittelpunkt moderner Karrieregestaltung gerückt. Nicht nur „Was kann ich beruflich machen?“ steht heute im Vordergrund, sondern zunehmend auch: „Warum möchte ich das tun?“

„Wir sprechen oft darüber, wie sich Arbeit verändert. Mindestens genauso wichtig ist die Frage, wie Menschen sich in einer sich wandelnden Arbeitswelt orientieren können“, sagt Lisa Zach, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für persönliche Kompetenzentwicklung der FH Wiener Neustadt. „Meaningful Work bedeutet nicht, den einen perfekten Beruf zu finden, sondern die Fähigkeit zu entwickeln, Arbeit aktiv an den eigenen Werten, Stärken und Lebenszielen auszurichten.“

Was sinnstiftende Arbeit ausmacht

Forschungsergebnisse zeigen, dass dabei drei Faktoren besonders entscheidend sind: die Möglichkeit, eigene Stärken einzusetzen, Autonomie in der Tätigkeit zu erleben sowie die Wahrnehmung, einen positiven Einfluss auf andere Menschen oder die Gesellschaft zu haben. Persönliche Werte und Stärken sind laut Zach ein wichtiger Kompass für berufliche Entscheidungen: Sie helfen dabei zu erkennen, welche Aufgaben, Umfelder und Organisationen zur eigenen Persönlichkeit passen.

Selbstreflexion gilt dabei als Schlüsselkompetenz. Sie ermöglicht, eigene Bedürfnisse und Entwicklungspotenziale besser zu verstehen. Ein konkreter Ansatz zur aktiven Gestaltung ist das sogenannte Job Crafting: die bewusste Anpassung von Aufgaben oder der eigenen Perspektive auf die Arbeit.

Sinnsuche als Generationenfrage

Besonders für junge Berufstätige gewinnt das Thema an Bedeutung. Die heutige Generation von Studierenden und Berufseinsteigerinnen und -einsteigern wächst in einer Arbeitswelt auf, die von raschen technologischen Veränderungen, globalen Krisen und vielfältigen beruflichen Möglichkeiten geprägt ist. Die Suche nach Meaningful Work wird daher zu einer wichtigen Orientierungsfrage für die Gestaltung moderner Karrieren.

Im Rahmen eines Erasmus+ Blended Intensive Programme – einem Hochschulformat, das digitale Lernphasen mit einer gemeinsamen Präsenzwoche verbindet – kamen Studierende aus Österreich, Deutschland und Finnland zusammen, um sich unter der Leitung von Zach und Mario Kwas, Leiter des Masterstudiengangs Entrepreneurship & Applied Management, intensiv mit dem Thema Meaningful Work auseinanderzusetzen.

Meaningful Work mit messbarer Wirkung

Begleitend zum Programm setzten Zach und Kwas einen standardisierten Fragebogen ein – einmal zu Beginn, einmal am Ende der Woche. Gemessen wurden Veränderungen in Bereichen wie Meaningfulness, Selbstreflexion, Motivation, Karrieregestaltung und persönliche Resilienz – Themenfelder, die nicht nur für die individuelle Entwicklung relevant sind, sondern zunehmend auch für Unternehmen, etwa im Hinblick auf Mitarbeiterbindung und Engagement.

Dabei wurde deutlich: Viele Studierende veränderten ihr Bild von Arbeit grundlegend. Meaningful Work bedeutete für sie am Ende nicht länger nur beruflicher Erfolg oder das Erreichen persönlicher Ziele, sondern das Erleben von Sinn in Beziehungen, gemeinsamer Verantwortung und dem Beitrag für andere. „Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen Leistung und Sinn nicht als Gegensätze betrachten. Sie wollen Verantwortung übernehmen, sich weiterentwickeln und gleichzeitig einen Beitrag leisten. Genau darin liegt eine wichtige Chance für Organisationen und Führungskräfte der Zukunft“, berichtet Kwas abschließend.

Wer sich also intensiv mit Meaningful Work auseinandersetzt, stößt nachhaltige Lern- und Entwicklungsprozesse an – bei Studierenden ebenso wie bei Menschen in allen Phasen ihres Berufslebens.


 Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an drei Standorten und sieben unterschiedlichen Studienorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit 90 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Ein Ort, der Digitalisierung & Landwirtschaft optimal vereint ist der Campus Francisco Josephinum in Wieselburg, wo der in Österreich einzigartige Bachelor-Studiengang Agrartechnologie & Digital Farming angeboten wird. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. 

fhwn.ac.at

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Bilder (5)

Sinnstiftende Arbeit
4 252 x 2 835 © Pletterbauer
Erasmus+ Blended Intensive Programme
1 280 x 960 © FHWN
Erasmus+ Blended Intensive Programme
1 582 x 1 186 © FHWN
Erasmus+ Blended Intensive Programme
1 280 x 961 © FHWN
Erasmus+ Blended Intensive Programme
1 280 x 960 © FHWN


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Michelle Steiner
Michelle Steiner, MA

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