Aussendung vom 11.02.2026

FH Wiener Neustadt bündelt Expertise in Sicherheitsforschung, Strategie und Führung

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Sicherheit ist längst mehr als eine operative Frage. Strategische Steuerung, evidenzbasierte Entscheidungen und verantwortungsvolle Führung gewinnen in einer zunehmend komplexen Welt an Bedeutung. Mit dem Institut für Sicherheitsforschung, Strategie & Public Leadership (ISSPL) stärkt die FH Wiener Neustadt ihre Forschungs- und Transferkompetenz an der Schnittstelle von Sicherheitsforschung, Strategieentwicklung und Führung im öffentlichen Raum.


Wiener Neustadt, 11. Februar 2026 – Wenn Entscheidungen schnell getroffen werden müssen, digitale Systeme eine immer größere Rolle spielen oder Organisationen vielfältige Anforderungen bewältigen, wird deutlich: Sicherheit betrifft unseren Alltag auf vielfältige Weise. Sie entsteht nicht nur durch Regeln oder Technik, sondern durch gutes Entscheiden, klare Verantwortung und vorausschauende Führung.

„Sicherheitsfragen lassen sich heute nicht mehr isoliert betrachten“, betont Georg Kodydek, Leiter des Instituts für Sicherheitsforschung, Strategie & Public Leadership. „Entscheidend ist, wie Organisationen geführt werden und auf welcher Wissensbasis Entscheidungen entstehen. Wir verbinden daher Sicherheitsforschung mit strategischem Denken und Public Leadership und übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisrelevantes Wissen für Führungskräfte.“

Kodydek bringt langjährige wissenschaftliche Erfahrung in der Führungs- und Organisationsforschung sowie internationale Forschungstätigkeit mit. Das seit 2023 bestehende Institut wurde nun gezielt weiterentwickelt und neu benannt. Als Institut für Sicherheitsforschung, Strategie & Public Leadership verknüpft es Sicherheitsforschung gezielt mit strategischer Steuerung und Führung im öffentlichen Raum.

Von Evidenz zu Entscheidung

Inhaltlich fokussiert sich das ISSPL auf drei zentrale Schwerpunkte: die evidenzbasierte Analyse aktueller Sicherheitsthemen und ihrer gesellschaftlichen sowie organisationalen Auswirkungen, die strategische Steuerung von Sicherheit – etwa aus Risiko-, Krisen- und Governance-Perspektive – sowie Public Leadership, also Führung in komplexen und sicherheitsrelevanten Kontexten.

Forschungsergebnisse werden nicht nur in wissenschaftlichen Publikationen aufgearbeitet, sondern auch gezielt in Trendreports, Barometer und Wissenstransferformate übersetzt. Diese sollen Führungskräften aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und sicherheitsnahen Organisationen fundierte Entscheidungsgrundlagen bieten.

Zu den laufenden Forschungsprojekten zählt etwa eine empirische Studie zum Einfluss von Diversitätsdimensionen auf Führung in der Polizeiausbildung. Zudem erforscht das Institut Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit im schulischen Umfeld, mit dem Ziel, Risiken zu analysieren und praxisnahe Leitlinien für Schulen und Entscheidungsträger zu entwickeln.

Teil der strategischen Weiterentwicklung

Das ISSPL ist Teil der Fakultät Sicherheit und eng in die Forschungsstrategie der FH Wiener Neustadt eingebunden. Michael Fischer, Leiter der Fakultät Sicherheit, unterstreicht die Bedeutung des Instituts: „Das ISSPL steht für einen modernen Sicherheitsbegriff, der wissenschaftliche Tiefe mit praktischer Relevanz verknüpft und klassische Sicherheitsdiskure erweitert.“

Aus Sicht der Hochschulleitung kommt dem Institut eine zentrale Rolle zu. Axel Schneeberger, Geschäftsführer der FHWN betont: „Mit der Weiterentwicklung und Neubenennung des Instituts für Sicherheitsforschung, Strategie und Public Leadership setzen wir ein klares Signal: Die FH Wiener Neustadt versteht Sicherheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und stärkt mit ihrer Forschung Entscheidungsfähigkeit, Führung und Resilienz in herausfordernden Zeiten.“


Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an drei Standorten und sieben unterschiedlichen Studienorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit 90 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Eröffnung des Innovation Labs in Wiener Neustadt und die Implementierung des Instituts für Nachhaltigkeit wesentliche Meilensteine im Ausbau der FHWN sowie des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.

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