Aussendung vom 27.01.2026

Entrepreneurship als Alternative: Warum junge Menschen auf Selbstständigkeit setzen

Selbstständigkeit im Boom © FHWN

Vor allem junge Menschen nehmen ihre berufliche Zukunft zunehmend selbst in die Hand. Das Studium Entrepreneurship & Applied Management an der FHWN vermittelt Studierenden genau jene Kompetenzen, die sie dafür benötigen.

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Unternehmensgründungen liegen im Trend. Besonders junge Menschen gestalten ihre berufliche Zukunft zunehmend selbst. Flexible Arbeitsmodelle, der Wunsch nach Selbstverwirklichung sowie neue technologische Möglichkeiten verändern das Verständnis von Arbeit. Für Mario Kwas, Leiter des Master-Studiengangs Entrepreneurship & Applied Management an der FH Wiener Neustadt, ist diese Entwicklung kein kurzfristiges Phänomen.


Wiener Neustadt, 27. Jänner 2026 – Laut Wirtschaftskammer Österreich wurden in der ersten Jahreshälfte 2025 rund 21.000 Unternehmen gegründet – ein Plus von knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Motive für eine Gründung seien seit Jahren erstaunlich konstant, erklärt Mario Kwas, Leiter des Studiengangs Entrepreneurship & Applied Management: „Flexibel arbeiten, eigene Ideen umsetzen und selbstbestimmt handeln – das treibt viele Menschen an. Das erlebe ich auch seit Jahren bei unseren Studierenden."

Gleichzeitig stoßen junge Talente in klassischen Organisationen häufig an Grenzen. Zwar werde viel in Mitarbeiterbindung investiert, doch in der Praxis fehlten oft die nötigen Freiräume für persönliche Entfaltung. „Viele junge Menschen wünschen sich Sicherheit, aber auch die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. Wenn Unternehmen diese Rahmenbedingungen nicht bieten, wird Selbstständigkeit zur echten Alternative“, so Kwas.

Digitale Technologien als Vorteil

Ein wesentlicher Unterschied zu früher liege in den technologischen Möglichkeiten. So nutzen viele Studierende digitale Tools längst nicht mehr nur privat, sondern strategisch – etwa für Kundenakquise, Marktforschung oder Personal Branding. Auch Künstliche Intelligenz senke Einstiegshürden und ermögliche es Gründerinnen und Gründern Aufgaben effizient zu bewältigen, für die es früher ganze Strukturen gebraucht hätte. „Digitale Technologien machen unternehmerisches Handeln heute deutlich zugänglicher“, betont Kwas.

Wertewandel der jungen Generation

Besonders bei der Generation Z sei ein verändertes Mindset spürbar. Selbstständigkeit werde weniger als riskante Ausnahme, sondern zunehmend als gestaltbare und lernorientierte Erwerbsform verstanden. „Autonomie, Sinnsuche und Selbstwirksamkeit stehen im Vordergrund. Viele junge Menschen wollen nicht nur Karriere machen, sondern ihr gesamtes Leben bewusst gestalten“, erklärt der Unternehmer und Entrepreneurship-Experte. Die COVID-19-Pandemie habe diesen Wertewandel zusätzlich beschleunigt und bestehende Vorstellungen von Sicherheit relativiert.

Der Wandel zeigt sich auch in den persönlichen Entscheidungen vieler Studierender: „Der Wunsch nach Selbstständigkeit war bei mir schon früh da. Ende 2024 habe ich meinen Hauptjob gekündigt, um mich ganz auf meine eigene Tätigkeit zu konzentrieren und ich habe es keinen Tag bereut. Die Freiheit, an den eigenen Zielen zu arbeiten und sich etwas aufzubauen, ist für mich unersetzlich“, sagt FHWN-Absolvent Moritz Neumann.

Trotz der positiven Dynamik stehen junge Gründerinnen und Gründer weiterhin vor großen Herausforderungen. Insbesondere der Zugang zu Finanzierung sowie steigende Kosten durch Inflation oder Energiepreise erschweren den Start. „Gerade in der Anfangsphase fehlen oft die notwendigen Mittel oder Sicherheiten“, sagt Kwas. Umso wichtiger sei eine fundierte Vorbereitung und realistische Einschätzung der Rahmenbedingungen.

Unternehmerisches Handeln im Studium

Erfolgreiches Gründen hänge heute weniger von einzelnen Persönlichkeitsmerkmalen ab als von einem breiten Kompetenzbündel. Dazu zählen laut Kwas vor allem Lern- und Anpassungsfähigkeit, Markt- und Kundenverständnis, soziale Kompetenzen sowie ein reflektiertes unternehmerisches Mindset.

Hier kommt der Master-Studiengang Entrepreneurship & Applied Management ins Spiel. „Wir bereiten Studierende nicht nur auf die Unternehmensgründung vor, sondern auf unternehmerisches Handeln insgesamt – mit starkem Fokus auf Anwendung, Reflexion und persönliche Entwicklung“, erklärt der Studiengangsleiter. Ziel sei es, Studierende dabei zu unterstützen, ihre Ideen systematisch zu entwickeln, am Markt zu testen und in tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen.

Informationen zum Master-Studiengang sind hier abrufbar; ergänzend erscheint in Kürze ein eigener Podcast, der Einblicke in Studium, unternehmerische Praxis und persönliche Gründungsgeschichten bietet.


Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an drei Standorten und sieben unterschiedlichen Studienorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit 90 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Eröffnung des Innovation Labs in Wiener Neustadt und die Implementierung des Instituts für Nachhaltigkeit wesentliche Meilensteine im Ausbau der FHWN sowie des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.

fhwn.ac.at

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Selbstständigkeit im Boom
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Mario Kwas, MA
4 252 x 3 037 © Pletterbauer


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Michelle Steiner, MA

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