Aussendung vom 27.04.2020

Die „Innovation Farm“ - Landwirtschaft 2.0 an der Fachhochschule Wiener Neustadt

„Innovation Farm“ - Landwirtschaft 2.0 an der Fachhochschule Wiener Neustadt

„Innovation Farm“ - Landwirtschaft 2.0 an der Fachhochschule Wiener Neustadt

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Wie viele andere Bereiche des täglichen Lebens unterliegt auch die Landwirtschaft einem ständigen technologischen Wandel. Studierende des Bachelor-Studiengangs Agrartechnologie der Fachhochschule Wiener Neustadt in Wieselburg lernen bereits während des Studiums, die neuesten Technologien einzusetzen und mit ihnen zu arbeiten. Aktuell arbeiten die Studierenden an Projekten der eben gestarteten „Innovation Farm“ - somit wird eine einmalige Verzahnung von landwirtschaftlicher Praxis, Forschung und Ausbildung erzielt.

Wiener Neustadt, 28. April 2020 – Die „Innovation Farm“ ist ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung in der Landwirtschaft - sie hat das grundlegende Ziel, den Nutzen neuer technischer Lösungen für die österreichische Landwirtschaft herauszuarbeiten, zu veranschaulichen und den Zugang zu neuen Entwicklungen für Landwirtinnen und Landwirte zu erleichtern. Aktuell sind manche High-Tech-Systeme in der Agrar-Branche jedoch noch wenig benutzerfreundlich oder mit anderen Systemen inkompatibel, sodass manche Nutzer die Sinnhaftigkeit dieser Entwicklungen hinterfragen. Aufgabe der „Innovation Farm“ ist daher die praktische Erprobung, Optimierung und Vermittlung von modernen, technischen Entwicklungen in der Innenwirtschaft (Tierhaltung) als auch in der Außenwirtschaft (Ackerbau, Grünland). Hier sind Ideen junger Leute gefragt!

Studieren auf der Innovation Farm

Studierende des Bachelor-Studiengangs „Agrartechnologie“ der Fachhochschule Wiener Neustadt am Standort Francisco Josephinum erleben diese Entwicklung hautnah. Einerseits vermitteln die Fachexpertinnen und Fachexperten ihr Wissen im Theorie- und Laborunterricht sowohl in den agrarischen, als auch in den technischen Lehrveranstaltungen der Fachhochschule, andererseits arbeiten bereits mehrere Studierende aus höheren Semestern in der Innovation Farm mit.

„An der Fachhochschule Wiener Neustadt steht die praxisnahe Ausbildung an oberster Stelle. Die enge Verzahnung aus anwendungsnaher Forschung in Wieselburg und der tertiären Ausbildung im Studiengang Agrartechnologie führt zweifellos zu einer Stärkung dieses Agrar-Hotspots. Es ist großartig zu beobachten, wie sich unsere Studierenden nahtlos in die Projekte einer innovativen, zukunftsgerichteten Landwirtschaft eingliedern“, so Studiengangsleiter Jürgen Karner.

Drei der Studierenden, die in diesem zukunftsträchtigen Feld ihre ersten Erfahrungen machen, sind Philipp Kastenhofer, Georg Ramharter und Theres Fuhrmann. Sie studieren Agrartechnologie am Campus Francisco Josephinum.

„Das Arbeiten und das Forschen mit den neuesten Technologien in der Praxis ist eine optimale Ergänzung für die theoretischen Inhalte des Studiums. In den Projekten arbeite ich vor allem mit sensor- und satellitenbasierten Lösungen zur Optimierung der Betriebsführung im Ackerbau“, erzählt Kastenhofer.

Für Georg Ramharter ist der ökologische und ökonomische Mehrwert für die österreichische Landwirtschaft wichtig. „Die nötigen Kompetenzen aus den Sektoren Landwirtschaft, Landtechnik und Informatik vermittelt der Studiengang Agrartechnologie, wobei durch meine Tätigkeit bei der Innovation Farm die Theorie mit der Praxis optimal vernetzt wird. Mich interessiert vor allem die Technik der neuen Landmaschinen. Und genau damit wird auf der Innovation Farm gearbeitet.“

Aktuell verknüpfen die Studierenden verschiedenste Datenquellen um einen Düngerstreuer GPS-basiert derart zu steuern, sodass innerhalb eines Feldes genau die richtige Menge ausgebracht wird. Ebenso wird ein System erprobt, mit dem die Menge an Pflanzen in Abhängigkeit der Bodenart geregelt wird. Theres Fuhrmann – sie hat bereits ein abgeschlossenes Lehramt-Studium - stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und studiert im zweiten Semester Agrartechnologie. „Durch meine Anstellung im Rahmen der Innovation Farm kann ich das Wissen vertiefen und auf unserem Biobetrieb im Burgenland umsetzen“, so die Studentin.

Innovation Days: Die Landwirtschaft von morgen

Bei den geplanten Innovation Days wird es Landwirten, Meinungsbildnern und ebenso auch Konsumenten künftig möglich sein, Einblick in die moderne Landwirtschaft von morgen zu erlangen. Dabei werden die Innovation Farm Experten komplexe Themen direkt am Feld bzw. im Stall erklären und damit den Begriff „Landwirtschaft 4.0“ anschaulich vermitteln. Geleitet wird die „Innovation Farm“ von Markus Gansberger. Er ist sehr erfreut über die Unterstützung durch die Studierenden bei der Umsetzung der vielen Projekte: „Die Innovation Farm bündelt die Forschung, Bildung und Beratung im Bereich der Digitalisierung in der Landwirtschaft. Durch unsere studentischen Mitarbeiter haben wir eine perfekte Verknüpfung von Praxis, neuen Entwicklungen und frischen Ideen!“

Die Fachhochschule Wiener Neustadt.
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an den vier Standorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln und Wien insgesamt 37 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.000 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. 440 MitarbeiterInnen und rund 1.330 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Im Herbst 2018 hat die FH Wiener Neustadt – mit Agrartechnologie (BA), Robotik (BA) wie auch Bio Data Science (MA) – ihr MINT-Ausbildungsportfolio erweitert. Die FH Wiener Neustadt hat ein eigenes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit rund 95 Partnerhochschulen weltweit. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Gründung des City Campus im Herzen von Wiener Neustadt sowie die Erweiterung des Marketing Campus Wieselburg wesentliche Meilensteine im Ausbau des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.


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