Aussendung vom 07.01.2026

DemoPlay: FH Wiener Neustadt startet KI-Projekt zur Stärkung demokratischer Resilienz

DemoPlay © DemoPlay

DemoPlay ist ein webbasiertes Planspiel gegen Desinformation und für Demokratiekompetenz junger Menschen.

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Die Fachhochschule Wiener Neustadt setzt mit „DemoPlay“ ein neues, FFG-gefördertes KI-Projekt um, das ein webbasiertes Planspiel gegen Desinformation und für Demokratiekompetenz junger Menschen entwickelt. Gemeinsam mit Projektpartnern entsteht ein niedrigschwelliges Lernformat, das politische Entscheidungsprozesse erlebbar macht und die digitale Orientierung von Jugendlichen stärkt.


Wiener Neustadt, 7. Jänner 2026 – Soziale Medien sind für viele Jugendliche heute der wichtigste Zugang zu politischen Informationen – doch zwischen Clips, Kommentaren und KI-generierten Inhalten wird es immer schwerer, Fakten von Manipulation zu unterscheiden. Mit „DemoPlay“ entwickelt die FH Wiener Neustadt ein KI-gestütztes Planspiel, das jungen Menschen zeigt, wie digitale Meinungsbildung funktioniert und wie demokratische Entscheidungen nachvollziehbar werden.

„KI ist nicht nur ein technisches Werkzeug, sondern zunehmend ein unsichtbarer Akteur, der den digitalen Informationsraum mitgestaltet und verändert. Genau deshalb brauchen wir Kompetenzen, die Orientierung geben und eine kritische Einordnung der neuen digitalen Realität überhaupt erst ermöglichen“, erklärt Julia Eisner, KI-Expertin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Marketing.

Auch der Zugang zu politischer Bildung ist ungleich verteilt. Besonders Jugendliche mit geringerer formaler Bildung, Migrationsbiografie oder sprachlichen Barrieren haben oft weniger Möglichkeiten, sich politisch zu orientieren.„Politische Bildung ist eine zentrale Voraussetzung demokratischer Teilhabe. Sie vermittelt die Fähigkeit, politische Informationen einzuordnen, Interessen zu artikulieren und Entscheidungen kritisch zu prüfen“, sagt Simone Polic-Tögel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Journalismus und Unternehmenskommunikation.

Partizipation statt Belehrung

Gemeinsam mit HeyQQ GmbH, AI Empowered Politics und YEP – Stimme der Jugend realisiert die FH Wiener Neustadt das webbasierte Planspiel, welches demokratische Prozesse interaktiv vermitteln soll. KI-Module sorgen für dynamische Szenarien und personalisierte Lernwege. Damit entsteht ein Prototyp, der didaktisch wirksam, sicher und technologisch wie sozial anschlussfähig ist.

Das Planspiel entsteht partizipativ: Jugendliche bringen ihre Perspektiven in Co-Creation-Workshops und Testphasen ein. So wird „DemoPlay“ niedrigschwellig und für unterschiedliche Lebensrealitäten zugänglich.

„Junge Menschen wollen mitgestalten. Wir müssen ihnen Räume bieten, in denen ihre Perspektiven gehört und ernst genommen werden. Genau das ist das Ziel von DemoPlay“, so Linda Simon, Geschäftsführerin des Vereins YEP – Stimme der Jugend.

Einziges Förderprojekt aus Niederösterreich

„DemoPlay“ wird im Rahmen des FFG-Programms „Laura Bassi – chancengerechte Zukunft“ gefördert und startet im Februar 2026. Insgesamt wurden österreichweit 19 Projekte eingereicht, davon zehn aus Niederösterreich. DemoPlay ist das einzige niederösterreichische Projekt, das den Zuschlag erhalten hat.

Finanziert wird das dreijährige Forschungs- und Entwicklungsprojekt aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (NATS). Das Programm wird durch die FFG abgewickelt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMAW) unterstützt.


Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an drei Standorten und sieben unterschiedlichen Studienorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit 90 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Eröffnung des Innovation Labs in Wiener Neustadt und die Implementierung des Instituts für Nachhaltigkeit wesentliche Meilensteine im Ausbau der FHWN sowie des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.

fhwn.ac.at

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Bilder (3)

DemoPlay
6 251 x 4 167 © DemoPlay
Julia Eisner, MA
5 712 x 3 809 © FHWN
Mag. Dr. Simone Polic-Tögel
7 008 x 4 672 © FHWN


Kontakt

Michelle Steiner
Michelle Steiner, MA

PR Management
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