Aussendung vom 20.10.2026

Robotik an der FH Wiener Neustadt: Weniger programmieren, intuitiver bedienen

Projekt Teach-Framework © FHWN

(v.l.n.r.) Wissenschaftlicher Mitarbeiter Mustafa Algan, FHWN-Absolvent Amin Same und Leiter des Bachelorstudiums Robotik & Künstliche Intelligenz Alexander Nemecek

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Wie können Roboter so gesteuert werden, dass dafür nicht jedes Mal tiefgehende Programmierkenntnisse notwendig sind? Mit dem „Teach-Framework“ hat die FH Wiener Neustadt ein System entwickelt, das die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter einfacher und intuitiver machen soll.


Wiener Neustadt, 20. Oktober 2026 – Roboter übernehmen in der Industrie längst zahlreiche Aufgaben. Damit sie neue Bewegungen und Abläufe ausführen können, müssen sie jedoch entsprechend programmiert und eingerichtet werden. Mit dem Projekt Teach-Framework steht im Bachelorstudium Robotik & Künstliche Intelligenz ein System im Mittelpunkt, das diese Interaktion einfacher und intuitiver zu gestalten.

Nutzerinnen und Nutzer sollen einem Roboter Bewegungen vormachen können, die mithilfe von Kameras und Künstlicher Intelligenz erkannt und in die Robotersteuerung übertragen werden. Ziel ist es, Robotersysteme auch ohne tiefgehende Programmierkenntnisse leichter und flexibler nutzbar zu machen. 

„Wir wollen die Hürde zwischen Mensch und Roboter weiter reduzieren. Dafür führen wir bestehende Forschungsergebnisse in einem Framework zusammen, das nicht auf einen einzelnen Roboter oder Anwendungsfall beschränkt sein soll“, erklärt Amin Same, Absolvent der FH Wiener Neustadt und assoziierter Wissenschafter. Im Rahmen einer Förderung durch die voestalpine Stahlstiftung widmete er sich eineinhalb Monate lang der Weiterentwicklung und Übertragbarkeit des Systems.

Von der Bachelorarbeit zum Teach-Framework

Die Grundlagen für das Projekt entstanden bereits in früheren Arbeiten im Studium Robotik & Künstliche Intelligenz. In ihrer Bachelorarbeit beschäftigte sich Marium Saeed damit, wie Handgesten mithilfe einer Kamera und Künstlicher Intelligenz erkannt und zur Steuerung eines Roboters genutzt werden können. Mustafa Algan, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FHWN, untersuchte in seinen Forschungsarbeiten wiederum die direkte Steuerung eines Industrieroboters über Handbewegungen in Echtzeit. Im Teach-Framework werden diese Erkenntnisse nun zusammengeführt.

Virtuell erproben, real anwenden

Neue Bedien- und Steuerungskonzepte können zunächst an einem digitalen Zwilling, also einem virtuellen Abbild des Roboters, erprobt und anschließend auf reale Robotersysteme übertragen werden. Dafür stehen verschiedene Robotersysteme, moderne Kamera- sowie Software- und KI-Technologien zur Verfügung. Perspektivisch soll die Bedienung auch ortsunabhängig und in Echtzeit möglich sein.

Same selbst kennt das Studium auch aus Studierendensicht: Nach dem Bachelor in Robotik & Künstliche Intelligenz absolvierte er an der FH Wiener Neustadt das Masterstudium Mechatronik. Seine Expertise bringt er nun auch in den Aufbau eines eigenen Unternehmens im Bereich humanoider Robotik ein.

Robotik und KI gemeinsam denken

Mit dem Abschluss der bisherigen Projektphase ist die Entwicklung nicht beendet. Das Teach-Framework soll im Bachelorstudium Robotik & Künstliche Intelligenz weiterverwendet und ausgebaut werden und damit auch künftig eine Grundlage für Lehre, Forschung und neue studentische Arbeiten bieten.

„Die Zukunft der Robotik liegt für uns in der intelligenten Verbindung mit KI. Wenn Roboter ihre Umgebung wahrnehmen und auf Menschen und neue Situationen reagieren können, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Genau dieses Zusammenspiel vermitteln wir unseren Studierenden und mit Projekten wie dem Teach-Framework wird es unmittelbar erlebbar“, erklärt Alexander Nemecek, Leiter des Bachelorstudiums Robotik & Künstliche Intelligenz.


 Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an drei Standorten und sieben unterschiedlichen Studienorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 5.000 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit 90 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Ein Ort, der Digitalisierung & Landwirtschaft optimal vereint ist der Campus Francisco Josephinum in Wieselburg, wo der in Österreich einzigartige Bachelor-Studiengang Agrartechnologie & Digital Farming angeboten wird. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. 

fhwn.ac.at

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Bilder (3)

Projekt Teach-Framework
4 569 x 3 046 © FHWN
Projekt Teach-Framework
4 812 x 3 208 © FHWN
Teach-Programm wird durch Bewegungen aktiviert und gesteuert
1 922 x 1 125 © Amin Same


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Michelle Steiner, MA

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