Aussendung vom 27.02.2020

FHWN-Studierende entwickeln Konzept am CERN

FHWN-Studierende entwickeln Konzept am CERN

Die Studierendengruppe der FH Wiener Neustadt vor dem Forschungszentrum CERN

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Studierende des Campus Wieselburg der Fachhochschule Wiener Neustadt verbrachten eine Woche im Forschungszentrum CERN. Vor Ort entwickelten sie ein Startup Konzept auf Basis der CERN-Technologie C2MON und präsentierten dieses vor dem CERN Knowledge Transfer Team unter Leitung von Giovanni Anelli.

Wieselburg, 27. Februar 2020 - Mit der Unterstützung des accent Inkubators, der als Austrian Business Incubator of CERN Technologies fungiert, und dem Land Niederösterreich arbeitete ein vierköpfiges Studierenden-Team vom Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt an der „Technology Screening Week“ im Forschungszentrum CERN ein Geschäftsmodell basierend auf CERN-Technologie aus. Im CERN waren die Studierenden Michael Fitzthum, Siegfried Gruber (Studiengang „Eco Design“), Zahra Reutner (Studiengang „Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement“), Matthias Mader (Studiengang "Marketing- und Konsumentenforschung"*), als Mentor fungierte Thomas Poscher, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Innovation am Campus Wieselburg. Zusätzlich unterstützt wurden die Studierenden dabei von Accent-Boosting Mentor Mike Heininger von Yodel.io.

Ziel war es, ein Konzept für ein Start-up basierend auf CERN-Technologie zu entwickeln. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass die Studierenden möglichst viele potentielle Stakeholder möglichst früh in den Entwicklungsprozess einbinden. Zu diesem Zweck wurden viele Telefoninterviews und persönliche Gespräche bereits vor und während der Screening Week durchgeführt. Hilfreich waren hier die vielen Kontakte der Teams, Mentoren, Accent- und CERN-MitarbeiterInnen, die untereinander ausgetauscht wurden.

Bei der Studierenden Zahra Reutner konnte man die Begeisterung am Heimweg nahezu heraushören: „Die sehr intensive Zeit und tolle Zusammenarbeit mit jungen, innovativen Studenten und den Entwicklern der C2MON Technologie hat den Aufenthalt in CERN zu einem einmaligen Erlebnis gemacht. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie komplex der CMS Reaktor ist, den wir besucht haben. Leider war es zeitlich nicht möglich mehrere Bereiche im CERN zu besuchen. Aber es hat auf jeden Fall meinen Horizont erweitert.“

Um möglichst kreativ arbeiten zu können, wurde den Studierenden ein Projekt-Container im CERN-Ideasquare zur Verfügung gestellt, in dem sie ihren Projektauftrag abwickeln konnten. Im Vorfeld der Screening Week konnten die Studierenden aus zwei zur Verfügung stehenden Technologien auswählen. C2MON und Structured Laser Beam. C2MON steht für CERN CONTROL AND MONITORING FRAMEWORK, einer am CERN entwickelten, sehr leistungsfähigen Opensource Software für die Kontrolle, Überwachung und Steuerung der technischen Infrastruktur am CERN.

Aufbauend auf dieser Technologie entwickelten die Studierenden ein Konzept für ein Start-up, das Privathaushalten, Kommunen und übergeordneten Organisationen die Transformation hin zu Smart-Cities ermöglichen soll. Dabei können die verschiedensten Daten, wie der Wasserverbrauch einzelner Abnahmestellen einfach und kostengünstig erfasst werden und mit Hilfe dieser Aufgaben erledigt werden, bspw. wie
das Auffinden von Leckagen. Während der Zeit am CERN standen die EntwicklerInnen der Technologien für weiterführende Gespräche den Studierenden zur Verfügung.

Zwischendurch wurde das Programm durch Führungen im CERN-Forschungszentrum aufgelockert. Ein besonders faszinierender Programmpunkt war der Besuch des Compact Muon Solenoid – CMS, einem 21 m langen, 15 m durchmessenden und 14.000 Tonnen schweren Teilchendetektor in seiner fast 100 Meter tiefen Höhle. Dieser Detektor war maßgeblich an der Entdeckung des Higgs-Bosons beteiligt. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Antimaterie-Fabrik, die sich ebenfalls im CERN befindet. Hier wird Antimaterie erzeugt und gespeichert.

Nach vier intensiven Entwicklungstagen präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse vor dem CERN Knowledge Transfer Team unter Leitung von Giovanni Anelli und standen für Fragen zur Verfügung.

CERN ist die Europäische Organisation für Kernforschung mit dem Fokus auf physikalische Grundlagenforschung und damit das weltweit größte Labor für Teilchenphysik. Insbesondere wird mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger der Aufbau der Materie erforscht und bietet damit eine einzigartige Reihe von Teilchenbeschleuniger-Einrichtungen, welche die Forschung auf dem neusten Stand des menschlichen Wissens ermöglicht. CERN arbeitet eng mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus aller Welt zusammen und stellt das allumfassende technische Wissen für diese zur Verfügung.

*vorbehaltlich der Genehmigung der AQ Austria.

Die Fachhochschule Wiener Neustadt.
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an den vier Standorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln und Wien insgesamt 37 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.000 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. 440 MitarbeiterInnen und rund 1.330 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Im Herbst 2018 hat die FH Wiener Neustadt – mit Agrartechnologie (BA), Robotik (BA) wie auch Bio Data Science (MA) – ihr MINT-Ausbildungsportfolio erweitert. Die FH Wiener Neustadt hat ein eigenes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit rund 95 Partnerhochschulen weltweit. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Gründung des City Campus im Herzen von Wiener Neustadt sowie die Erweiterung des Marketing Campus Wieselburg wesentliche Meilensteine im Ausbau des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.


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