Aussendung vom 30.04.2026

FH Wiener Neustadt erhält Stiftungsprofessur für KI in der Landwirtschaft

Stiftungsprofessur für KI in der Landwirtschaft © ©NLK Khittl

(v.l.n.r.) Markus Gansberger, Studiengangsleiter Agrartechnologie & Digital Farming, FHWN-Studentin Angelika Söllradl, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, FHWN-Geschäftsführer Axel Schneeberger und FHWN-Studentin Victoria Sippel

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Die Fachhochschule Wiener Neustadt erhält eine Förderung für eine Stiftungsprofessur im Bereich „Datenzentrierte Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft“. Die Professur ist am Campus Francisco Josephinum in Wieselburg angesiedelt und erfolgt im Rahmen der FTI-Strategie Niederösterreich 2027 durch das Land Niederösterreich und die Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich.


Wieselburg, 30. April 2026 – Extreme Wetterereignisse, steigender Ressourcenverbrauch und wachsender Druck auf die Lebensmittelproduktion stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz können dabei helfen, Erträge zu sichern und nachhaltiger zu wirtschaften – vorausgesetzt, sie funktionieren auch unter realen Bedingungen. Die Stiftungsprofessur an der FH Wiener Neustadt und der Forschungseinrichtung Josephinum Research entwickelt dafür konkrete Lösungen, um Künstliche Intelligenz in der Praxis zuverlässig nutzbar zu machen.

„Mit dem Förderzuschlag zur Stiftungsprofessur werden die Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft gezielt vertieft. Markus Gansberger hat mit seinem Studiengang Agrartechnologie & Digital Farming früh wichtige Impulse gesetzt und KI als Schlüsselkompetenz in der Ausbildung verankert. Unser Dank gilt dem Land Niederösterreich und der Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich für die Förderung dieser Initiative“, so die Geschäftsführung der FH Wiener Neustadt, Axel Schneeberger und Violeta Kaličanin.

Eine KI ist nur so gut wie ihre Daten

Das Potenzial von Künstlicher Intelligenz wird häufig durch unzureichende Daten eingeschränkt. Die zukünftige Arbeitsgruppe der Stiftungsprofessur verfolgt daher einen datenorientierten Ansatz („Data-Centric AI“), bei dem die Qualität der Daten im Mittelpunkt steht. Durch neue Methoden zur besseren Verfügbarkeit und Aufbereitung von Daten sowie zur gezielten Ergänzung durch künstlich erzeugte Daten sollen KI-Anwendungen robuster und praxistauglicher werden.

So wird ihr Einsatz unter realen Bedingungen verbessert und ihr Nutzen für zentrale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourceneffizienz und nachhaltige Lebensmittelproduktion gesteigert. Durch den Fokus auf die Landwirtschaft als datenintensiven Anwendungsbereich entstehen Methoden, die auch in anderen Disziplinen und Branchen eingesetzt werden können.

Studium als Basis für Weiterentwicklung

Am Campus Francisco Josephinum in Wieselburg ist das Thema bereits seit 2018 fest in der Lehre verankert. Der Bachelorstudiengang Agrartechnologie & Digital Farming zählt zu den ersten Ausbildungsangeboten, die Künstliche Intelligenz gezielt in die landwirtschaftliche Ausbildung integriert haben.

„Wir haben früh erkannt, welches Potenzial Künstliche Intelligenz für die Landwirtschaft bietet. Die Stiftungsprofessur ist ein wichtiger Meilenstein, um diesen Weg konsequent weiterzugehen sowie Forschung und praxisnahe Ausbildung noch enger zu verzahnen“, betont Markus Gansberger, Studiengangsleiter des Bachelorstudiengangs Agrartechnologie & Digital Farming.

Stärkung von Forschung und Standort

Die Stiftungsprofessur ist auf sechs Jahre angelegt und wurde im Rahmen der Ausschreibung von internationalen Gutachterinnen und Gutachtern als exzellent bewertet. Mit dem Förderzuschlag wird der Forschungs- und Ausbildungsstandort Wieselburg im Bereich der digitalen Landwirtschaft gezielt weiter gestärkt.

„Unsere Landwirtschaft steht für Versorgungssicherheit mit den besten Lebensmitteln und gleichzeitig für höchste Innovationskraft. Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen die besten Werkzeuge und Unterstützungen, um eine wachsende Bevölkerung zu versorgen und gleichzeitig so schöne Kulturlandschaften zu bieten. Schon heute nutzen unsere Betriebe dabei modernste Werkzeuge und die Digitalisierung, um effizient und schonend zu produzieren. Mit der neuen Stiftungsprofessur werden wir jetzt die Forschung stärken. Wir erwarten uns davon konkrete Lösungen, die in der Praxis ankommen, die den Betrieben das Leben leichter machen und die die Versorgungssicherheit stärken“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Die Forschung wurde von der Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich (GFF) im Rahmen der Ausschreibung „Stiftungsprofessuren RTI 2025“ finanziert.


 Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an drei Standorten und sieben unterschiedlichen Studienorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit 90 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Ein Ort, der Digitalisierung & Landwirtschaft optimal vereint ist der Campus Francisco Josephinum in Wieselburg, wo der in Österreich einzigartige Bachelor-Studiengang Agrartechnologie & Digital Farming angeboten wird. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. 

fhwn.ac.at

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Bilder (7)

Stiftungsprofessur für KI in der Landwirtschaft
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Studentinnen und Studenten des Bachelorstudiengangs Agrartechnologie & Digital Farming
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Stiftungsprofessur für KI in der Landwirtschaft
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Stiftungsprofessur für KI in der Landwirtschaft
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Stiftungsprofessur für KI in der Landwirtschaft
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Stiftungsprofessur für KI in der Landwirtschaft
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Standardisierte Anerkennung der Förderung
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Michelle Steiner
Michelle Steiner, MA

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