Aussendung vom 23.04.2026

Ein neues Kapitel für das Institut für Informatik an der FH Wiener Neustadt

Dipl.-Ing. Dr. Markus Radits BSc © FHWN

Leiter des Instituts für Informatik an der FH Wiener Neustadt

Zu dieser Aussendung gibt es: 1 Bild

Mit Markus Radits übernimmt ein promovierter Wirtschaftsinformatiker die Leitung des Instituts für Informatik an der FH Wiener Neustadt. Er bringt internationale Erfahrung sowie Expertise im Bereich Künstliche Intelligenz mit und setzt auf die Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen sowie eine forschungsorientierte Lehre.


Wiener Neustadt, 23. April 2026 – Wenn Künstliche Intelligenz Entscheidungen vorbereitet, Prozesse steuert und Zusammenarbeit neu organisiert, sind neben technologischer Kompetenz auch geeignete Leitplanken und ein Verständnis für ihre Auswirkungen gefragt. Mit Themen wie diesen beschäftigt sich das Institut für Informatik an der FH Wiener Neustadt, das seit April unter der Leitung von Markus Radits steht.

In seiner bisherigen Forschung lag der Fokus von Radits auf KI-gestützten Softwaresystemen und Anwendungen zur Automatisierung von Prozessen, darunter insbesondere Entscheidungs- und Assistenzsysteme, die etwa in Planungsprozessen oder in der Verwaltung unterstützen.

Technologische Innovation wird bei Radits stets im Zusammenspiel mit Organisation, Steuerung und Kompetenzen gedacht. Im Fokus steht dabei, wie Künstliche Intelligenz die Informatik verändert. „Software wird zunehmend automatisiert entwickelt, während konzeptionelles Verständnis, Architekturwissen und der verantwortungsvolle Umgang mit KI an Bedeutung gewinnen. Gefragt sind künftig Fachkräfte, die KI-Systeme nicht nur anwenden, sondern auch verstehen, steuern und kritisch beurteilen können“, so Radits.

Internationale & forschungsnahe Perspektiven

Sein akademischer Weg führte Radits von der Technischen Universität Wien nach Schweden an die Universität Linköping, wo er promovierte und in interdisziplinären Netzwerken an der Schnittstelle von Management und IT arbeitete. Als Institutsleiter möchte er die Verbindung von Forschung, Praxis und Ausbildung weiter intensivieren. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz frühzeitig in Studiengänge zu integrieren und Studierende bestmöglich auf die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorzubereiten.

Die strategische Weiterentwicklung des Instituts für Informatik basiert auf vielfältigen Kompetenzen und zeigt sich in einer breiten Themenpalette – von KI-Anwendungen in der Gesundheitsinformatik über industrielle Optimierung bis hin zu neuen Rollenbildern in der Softwareentwicklung. Projekte wie „24/7-Digital“ im Pflegebereich sowie Initiativen wie „Women Connect IT“ ergänzen dieses Spektrum.

Ein besonderer Fokus liegt auf mehr Gestaltungsspielraum in Forschung und Lehre sowie auf einer stärkeren Vernetzung mit der Praxis. Dazu zählen neue Formate wie eine Studierendenkonferenz, bei der Informatik-Studierende ihre Abschlussarbeiten präsentieren und sich fachlich austauschen können, ebenso wie der Ausbau der Zusammenarbeit mit der FOTEC, dem Forschungsunternehmen der FH Wiener Neustadt.

Stärkung eines zentralen Zukunftsfeldes

Mit der neuen Leitung setzt die FH Wiener Neustadt einen weiteren Schritt zur strategischen Weiterentwicklung des Informatikbereichs und zur Stärkung eines technologisch und gesellschaftlich zentralen Zukunftsfeldes. Zudem werden Kooperationen mit Universitäten ausgebaut, um künftig stärker an der Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden mitzuwirken.

„Markus Radits vereint fundierte technologische Expertise mit einem ausgeprägten Verständnis für organisatorische Zusammenhänge – eine Kombination, die entscheidend ist, um den Informatikbereich nachhaltig und zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln. Er wird wichtige Impulse für den Ausbau unseres Studien- und Forschungsangebots setzen“, betont Ingo Feinerer, Leiter der Fakultät Technik der FH Wiener Neustadt.


Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an drei Standorten und sieben unterschiedlichen Studienorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit 90 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Eröffnung des Innovation Labs in Wiener Neustadt und die Implementierung des Instituts für Nachhaltigkeit wesentliche Meilensteine im Ausbau der FHWN sowie des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.

fhwn.ac.at