Aussendung vom 22.08.2022

Digitalisierung trifft Gewürzhändler

Digitalisierung trifft Gewürzhändler © Kotanyi GmbH

Digitalisierung trifft Gewürzhändler

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Gewürze jeglicher Art sind weltweit in jedem Haushalt zu finden. Welcher Aufwand allerdings betrieben werden muss, um das gewünschte Produkt zum Endkunden zu bringen, ist den wenigsten bekannt. Innerhalb eines Rahmenvertrages mit der Firma Kotányi beschäftigt sich die FOTEC, das Forschungsunternehmen der Fachhochschule Wiener Neustadt, damit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Qualitätssicherung zu unterstützen und die Prozesskette zu automatisieren – und erleichtert so deren Arbeitsalltag.

Wiener Neustadt, 22. August 2022 - Das Bewusstsein für und der Einsatz von Digitalisierung hat mittlerweile in allen Bereichen des Lebens und in allen Branchen Einzug gehalten. Wie die Forschung ihren Beitrag dazu leisten kann, effektive und automatisierte Systeme zu generieren, um auch in der Lebensmittelbranche die Qualitätssicherung zu erleichtern, zeigt die FOTEC mit ihrem aktuellen Rahmenvertrag mit dem Gewürzhändler Kotányi.

Der neue Alltag: Mit Datenbrille am Fließband

Im Projekt „Mixed Reality Based Collaboration 4 Industry“ beschäftigte sich die FOTEC damit, Kotányi- Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern auf einer Datenbrille während verschiedener Wartungs-, Reinigungs- und Rüstarbeiten die richtigen Prozessbeschreibungen einzublenden. Damit kam der Stein ins Rollen, es wurden weitere Unterstützungsmaßnahmen diskutiert, die nun den Ausschlag für den Rahmenvertrag zwischen FOTEC und Kotányi gaben.

„Es ist immer wieder aufs Neue spannend für unsere Entwicklerinnen und Entwickler, wie moderne digitale Technologien nennenswert dazu beitragen können, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und Fehler zu vermeiden“, erläutert FOTEC-Geschäftsführer Helmut Loibl.

Digitale Technologien zur Farbkontrolle von Gewürzen

Als nächstes wird gemeinsam die Unterstützung im Bereich der Qualitätssicherung vorangetrieben. Der korrekte Aufdruck des Mindesthaltbarkeitsdatums, der Chargennummer, der Herstellungszeit und der Artikelnummer oder die richtige Positionierung der Stanzung sind wesentliche Qualitätskriterien. Stichprobenweise, unterstützt durch eine Texterkennung und kombiniert mit Bildanalysen sollen diese Qualitätskriterien künftig teilautomatisiert überwacht werden.

„Die Produktkontrolle während des laufenden Produktionsprozesses ist ein wesentlicher Teil des Kotanyi Qualitätsmanagements. Die digitalisierte Produktkontrolle sowie das Speichern des kontrollierten Gebindes ist ein weiterer wichtiger Schritt in die digitalisierte Zukunft“, meint Horst Vecera, Leiter der Produktion.

Parallel zur beschriebenen Qualitätssicherung mittels Texterkennung und Bildanalyse soll auch die Kontrolle des Inhalts, also der Gewürze, durch digitale Technologien schneller und effizienter erfolgen. Angedacht wird eine Lösung, bei der die Farbe der Gewürze kontrolliert und mit Referenzwerten verglichen wird. Damit soll sichergestellt werden, dass Kundinnen und Kunden die beste Qualität geboten wird.

Folgeprojekte bereits in Planung

Der Einsatz digitaler Technologie soll Fehler reduzieren, die bei einer händischen Qualitätssicherung immer wieder vorkommen können. Darüber hinaus soll der Zeitaufwand für die umfangreichen Prüfungen durch Teilautomatisierung verringert sowie die Frequenz der Stichproben erhöht werden. In Summe erhofft sich Kotányi dadurch die Belastungen der MitarbeiterInnen zu reduzieren. Und auch die nächsten Projekte sind bereits in der Warteschleife - in Zukunft sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützt werden, aufgedruckten Fremdsprachentext auf Richtigkeit zu kontrollieren.

Die Fachhochschule Wiener Neustadt
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an den fünf Standorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Wien und Salzburg insgesamt 47 Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.500 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. Mehr als 500 MitarbeiterInnen und rund 1.000 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Die FH Wiener Neustadt verfügt über ein eigenes, preisgekröntes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit rund 100 Partnerhochschulen weltweit. Die FHI (Fachhochschul-Immobiliengesellschaft der FHWN) realisierte in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturm-Projekte auf internationalem Top-Level, wie den Bau des Hauses der Digitalisierung am Biotech Campus Tulln, den City Campus Wiener Neustadt oder sämtliche Campuserweiterungen. Der Campus Wieselburg gilt als Hotspot für Nachhaltigkeit, Sustainable Innovation und als Zentrum für Marketing und Consumer Science. Der Biotech-Campus Tulln etabliert sich zunehmend als zentrale Anlaufstelle in Sachen Forschung, Innovation und Digitalisierung. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Eröffnung des Innovation Labs in Wiener Neustadt und die Implementierung des Instituts für Nachhaltigkeit wesentliche Meilensteine im Ausbau der FHWN sowie des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.

fhwn.ac.at

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