Aussendung vom 22.10.2018

Mission Merkur: FHWN entwickelte Testsoftware für Raumsonde BepiColombo

Mission Merkur: FHWN entwickelte Testsoftware für Raumsonde BepiColombo

Das Merkur-Team der FH Wiener Neustadt, im Bild (v.l.): Hannes Leinweber, Helmut Frais-Kölbl, Wolfgang Wöber, Stefan Trimmel, Gerald Hlavacek, Christoph Böhm, Andrea Poyer

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Nächster Halt: Merkur! Am 20. Oktober um 03:15 CEST war es nun nach fast 20 Jahren der Vorbereitung endlich soweit – die europäisch-japanische Raumsonde „BepiColombo“ startete ihre Mission zum sonnennächsten Planeten, dem Merkur. Ein Projektteam des Master-Studiengangs Mechatronik der FH Wiener Neustadt entwickelte dafür im Auftrag der RUAG Space GmbH Testequipment, um Fehler im Rahmen der herausfordernden Mission der ESA (European Space Agency) bestmöglich vermeiden zu können.

Wiener Neustadt, 22. Oktober 2018 – Die Raumsonde BepiColombo, eine Wissenschaftsmission der europäischen Raumfahrtagentur ESA, machte sich Samstagfrüh auf ihren langen Weg zum Merkur. Läuft alles nach Plan, erreicht die Sonde Ende 2025 die Zielumlaufbahn des am wenigsten bekannten Planeten des Sonnensystems. Eine Herausforderung, da die Bedingungen keine einfachen sind. Die Temperaturen auf dem Merkur schwanken beispielsweise zwischen plus 430 Grad Celsius und minus 170 Grad Celsius. Dies erfordert Technologien, welche dieser Witterung standhalten und nicht nur das Überleben der Sonde sicherstellen, sondern auch Forschung am Merkur ermöglichen. Die ESA erhofft sich mit dieser Mission, bessere Einblicke in die Entstehung des Sonnensystems wie auch die Entwicklung des Merkur zu erhalten. 
 
Die FH Wiener Neustadt ist zwar nicht direkt mit an Bord, war aber in der kritischen Testphase maßgeblich an der Mission beteiligt. 
 
„Dieses Projekt zeigt, dass neben der Lehre auch interessante Entwicklungsaufträge in einem hochmotivierten Team an der FH Wiener Neustadt möglich sind und Studierende schon während ihrer Ausbildung in Aufgabenstellungen, welche direkt aus der Praxis kommen, eingebunden werden“, so Prof. (FH) Dipl.-Ing. Wolfgang Wöber, Projekt- & Fachbereichsleitung Electrical Engineering an der FH Wiener Neustadt.
 
Konkret wurde Testequipment für die Abnahmetests der Sonde entwickelt, welches das Verhalten der Triebwerks-Verstellmechanismen, der Druckregelung und des Onboard-Computers simuliert. Weiters wurde die gesamte Testsoftware zur Ansteuerung der Simulatoren und Reaktion der Elektronikkomponenten der Raumsonde in diesem Team entwickelt. Mit diesem Equipment konnten schon lange vor dem Start möglicherweise auftretende Fehler durchgespielt und bestmöglich vermieden werden. (Kunde: RUAG Space GmbH, die für die Entwicklung des Positioniersystems zuständig war.)
 
„Es freut mich sehr, dass die FH Wiener Neustadt einen Beitrag zu diesem herausragenden ESA-Projekt beitragen konnte. Die Entwicklung der spezifischen Testsoftware wie auch der Elektronik ist nicht unerheblich für den Erfolg des Gesamtprojektes, da so Fehlerherde frühzeitig erkannt und behoben werden können. Unsere motivierten Studierenden wie auch MitarbeiterInnen des Fachbereichs Electrical Engineering haben dieses Praxis-Projekt mit vollem Engagement und viel Herzblut umgesetzt“, weiß Mag. Josef Wiesler, Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt.
 
"Die FH Wiener Neustadt stellt einmal mehr ihre wissenschaftliche Kompetenz und Bedeutung in der Welt der Hochtechnologie unter Beweis. Gerade im Bereich der Raumfahrt hat sich die Fachhochschule in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Dadurch trägt die FH den Namen 'Wiener Neustadt' bis ins Weltall, wofür ich mich bei allen Beteiligten sehr herzlich bedanke“, so Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger, Aufsichtsratsvorsitzender der FH Wiener Neustadt.
 
Mehr Infos zur Merkur-Mission unter: https://orf.at/stories/3068401/

Die Fachhochschule Wiener Neustadt.
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist dabei Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an den vier Standorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln und Wien insgesamt 37* Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.000 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. 380 MitarbeiterInnen und rund 1.330 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Ab Herbst 2018 erweitert die FH Wiener Neustadt ihr MINT-Ausbildungsportfolio mit: Agrartechnologie* (BA), Robotik (BA) wie auch Bio Data Science (MA). Die FH Wiener Neustadt hat ein eigenes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit rund 95 Partnerhochschulen weltweit. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Gründung des City Campus im Herzen von Wiener Neustadt sowie die Erweiterung des Marketing Campus Wieselburg wesentliche Meilensteine im Ausbau des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.
*Vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria


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Das Merkur-Team der FH Wiener Neustadt, im Bild (v.l.): Hannes Leinweber, Helmut Frais-Kölbl, Wolfgang Wöber, Stefan Trimmel, Gerald Hlavacek, Christoph Böhm, Andrea Poyer

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