15.03.2018

FHWN forscht: Freizeitlärm als Risiko für die Hörgesundheit von Jugendlichen

FHWN forscht: Freizeitlärm als Risiko für die Hörgesundheit von Jugendlichen
FHWN forscht: Freizeitlärm als Risiko für die Hörgesundheit von Jugendlichen

Konzerte, Partys und Sportevents – diese und viele weitere Freizeitaktivitäten mit hohem Geräuschpegel sind bei Jugendlichen sehr beliebt, ab einer bestimmten Lautstärke jedoch gesundheitsschädlich. Der Logopädie-Student Mag. (FH) Daniel Blümel beschäftigt sich im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit mit genau diesem Thema und möchte Jugendliche im Zuge seiner Forschungstätigkeit für Freizeitlärm sensibilisieren und so zum Schutz ihrer Hörgesundheit beitragen. Ein umfangreicher Workshop mit ca. 30 SchülerInnen der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Wiener Neustadt (HLW Wiener Neustadt) ermöglichte interessante Einblicke in deren Hörverhalten in Bezug auf Freizeitaktivitäten.
Wiener Neustadt, 15. März 2018 – Lärm ist als Ursache für sowohl kurzzeitige als auch permanente Hörschäden breit erforscht, vor allem im Bereich des Arbeitsumfeldes. Was Freizeitlärm betrifft – hier ist die Forschung gefragt, Modelle zu entwickeln, welche eine verlässliche Einschätzung des Risikos für die Hörgesundheit erlauben. Bei Jugendlichen stellt diese z. B. eine entscheidende Ressource für den Weg in die Berufstätigkeit dar.
 
„Die moderne Freizeitgestaltung und der technische Fortschritt, wie z. B. Medienkonsum über Kopfhörer, bringen Kinder und Jugendliche vermehrt in Kontakt mit Freizeitlärm und seinen temporären sowie chronischen Folgen.  Von einer Erholung der Hörstrukturen während der Freizeit kann hier nicht mehr ausgegangen werden. Daniel Blümel forscht dazu im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit und möchte SchülerInnen im Zuge dessen auch für die Themen Freizeitlärm und Hörgesundheit sensibilisieren“, so Simon Sollereder, MSc, Betreuer der Bachelor- Arbeit und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studiengang Logopädie an der FH Wiener Neustadt.
 
Bei regelmäßiger Lärmexposition im Berufs- sowie Freizeitalltag können Langzeitfolgen – wie permanenter Hörverlust – auftreten, was sich wiederum negativ auf die gesellschaftliche Teilhabe und das individuelle Wohlbefinden auswirkt. Wie wichtig und wertvoll es ist, hören zu können, wird oftmals erst dann bewusst, wenn das Hörvermögen bereits eingeschränkt ist. Daher ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Hörgesundheit anzuraten, um so das eigene Gehör langfristig zu schützen. 
 
Für den Praxisteil seiner Bachelor-Arbeit gestaltete Daniel Blümel einen Workshop mit SchülerInnen der HLW Wiener Neustadt (Fachzweig: Umwelt- & Gesundheitsbildung), um einerseits ihr Hörvermögen zu messen und andererseits Bewusstsein für das Thema Freizeitlärm zu schaffen. Auf die ProbandInnen warteten verschiedene Stationen von Hörtests über themenbezogene Rätsel bis hin zu einem Fragebogen rund um ihr Hörverhalten in der Freizeit. Darüber hinaus erhielten die SchülerInnen interessante Einblicke in den logopädischen Arbeitsbereich der Audiometrie – die Messung des Hörvermögens mittels technischer Methoden.
 
Die Bachelor-Arbeit „Freizeitlärm unter Jugendlichen: Einflussfaktoren auf die (subjektive) Hörgesundheit und Möglichkeiten der Prävention“ ist ein aktuelles Forschungsprojekt – der Studiengang Logopädie der FH Wiener Neustadt plant bereits eine Fortsetzung des Workshops. So kann dieses Forschungsfeld in einem größeren Rahmen weiterverfolgt und die Einblicke sowie Erkenntnisse weiter vertieft werden.

Infotext

Die Fachhochschule Wiener Neustadt.
Die FH Wiener Neustadt zählt zu den Top-Bildungseinrichtungen des Landes und ist dabei Gestalter sowie Vorbild am heimischen FH-Sektor. Mittels praxisnaher Ausbildung, internationaler Vernetzungen und innovativer Forschungsarbeit werden gefragte Persönlichkeiten ausgebildet. Aktuell bietet die FH Wiener Neustadt an den vier Standorten in Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln und Wien insgesamt 37* Studiengänge an den fünf Fakultäten Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Sport und Sicherheit an. Dies eröffnet den mehr als 4.000 Studierenden eine Vielzahl an Karriereperspektiven. 380 MitarbeiterInnen und rund 1.330 ReferentInnen sorgen dabei für die hohe Praxisrelevanz der Ausbildung und einen modernen sowie effizienten Lehrbetrieb. Ab Herbst 2018 erweitert die FH Wiener Neustadt ihr MINT-Ausbildungsportfolio mit: Agrartechnologie* (BA), Robotik (BA) wie auch Bio Data Science (MA). Die FH Wiener Neustadt hat ein eigenes Forschungsunternehmen – die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH – und kooperiert mit rund 95 Partnerhochschulen weltweit. Neben der laufenden Weiterentwicklung des Studienangebots und der aktiven Vernetzung durch internationale Kooperationen, sind die Gründung des City Campus im Herzen von Wiener Neustadt sowie die Erweiterung des Marketing Campus Wieselburg wesentliche Meilensteine im Ausbau des Wissenschaftsstandortes Niederösterreich.
*Vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria

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